Dienstag, 31. August 2010 - 21:28 Uhr
besonderes Wetter
ich weiss nicht wie sie es handhaben, aber mich ärgert es! Ich komme mir dabei immer etwas verschaukelt vor. Vielleicht bin ich auch gar etwas spitzfindig, aber man stört sich ja an sonst nichts in unserer Konsumgesellschaft. Kommen wir zum Thema: Wetterbericht. Da heisst es zum Beispiel: "in Graubünden ist es den ganzen Tag sonnig und angenehm warm, besonders (und Achtung jetzt kommts!)im Hinterengadin kann es einige Quellwolken geben. Mit dem Wort "besonders" sollte doch darauf hingewiesen werden, dass die angekündigte Wettersituation in einem bestimmten Teilgebiet stärker in Erscheinung tritt. Paradoxerweise wird der Zustand um 180Grad gedreht. Von Sonne zu Regen, von Regen zu Schnee, von kalt zu warm. Nehmen wir ein anderes fiktives Beispiel: "in der ganzen Stadt haben alle Geschäfte Ausverkauf mit grossen Rabatten, besonders im Geschäft X bekommen sie aber maximal 5%." Das tönt doch irgendwie unlogisch. Man müsste das Wort "besonders" durch das Wort "nur" ersetzen dann ergäbe es einen Sinn. Aber Journalisten sind Herdentiere. Erfindet einer von ihnen eine Satzstellung und die tönt irgendwie gut mag sie noch so falsch sein, dann wird sie von allen andern übernommen. Ein schönes Beispiel ist das Wort "evakuieren". Meistens wird es im Zusammenhang nicht richtig verwendet, aber "besonders" stören tut das sowieso niemand! Ausser mir!
Dienstag, 24. August 2010 - 19:42 Uhr
giftige Geschenke
heute spielen wir wieder mal etwas mit Worten. Gift auf Deutsch etwas Schlimmes, aber auf Englisch etwas Schönes nämlich ein Geschenk. Wie kann ein Wort in zwei Sprachen etwas derart Anderes bedeuten? Zumal Deutsch und Englisch ziemlich eng miteinander verwandt sind. Denken sie nur mal ans Plattdeutsche. Es kommt aber noch besser. Man kann auch sagen noch verwirrender. Glauben sie nicht? Also, wenn etwas toxisch ist, sagen wir es ist giftig. Aber wieso giftig, woher kommt das Wort? Und wieso hat es heute diese Bedeutung. Und mit heute meine ich etwa die letzten 200 Jahre. Das Märchen Schneewittchen ist doch etwa so alt und dort heisst es, dass der Apfel vergiftet worden sei. Wir alle kennen ein zusammengesetztes deutsches Wort, in dem der Ausdruck Gift durchaus etwas Gutes bedeutet. Klar kennen sie es, auch wenn es heute etwas veraltet erscheint: die Mitgift. Ich glaube, diesen Ausdruck darf man ruhig frei als Brautgeschenk oder Hochzeitsgeschenk übersetzen. Das würde dann aber heissen, das auch in der deutschen Sprache der Ausdruck Gift als Synonym für Geschenk gebräuchlich war. Wann hats dann aber gedreht? Kommt Gift etwa von Geifern? Ich meine nur, es soll doch Tiere geben die Speichel haben, der ätzend oder zumindest hautreizend sein soll. Oder denken sie nur an die Tollwut. Nicht, dass das jetzt für den Fortbestand der Menschheit von existenzieller Bedeutung wäre! Aber interessieren würds mich halt doch!
Dienstag, 17. August 2010 - 21:05 Uhr
Gute Zeiten, schlechte Zeiten
wir sind schon irgendwie komisch. Ich meine, wir sind Weltmeister im Umschreiben. Und mit wir meine ich nicht nur die nähere Umgebung sondern die ganze Welt. Sogar ich bin vor solchen Mechanismen nicht gefeit, gerade im vorangegangenen Satz ist es mir wieder passiert. Um was geht es?! Wir sagen: die Welt ist schlecht. Wir sagen: es sind gute Zeiten. Wir sagen: früher war alles besser. Die Welt ist schlecht?, die Zeiten sind besser? Gut, wenn es ein Erdbeben gab, kann man von einer schlechten Welt sprechen, aber von schlechten Zeiten? Verdorbene Minuten, Killersekunden, Stunden mit Schimmelpilz? es gibt keine guten oder schlechte Zeiten. Zeit ist einfach Zeit und die verrinnt unaufhörlich. Mit gut oder schlecht meinen wir nämlich nicht die Welt, sondern die Menschen und ihre Machenschaften die sie auf dieser Welt veranstalten. Die Welt kann nämlich nichts dafür, dass auf ihr unaufhörlich die schrecklichsen Kriege stattfinden. Die Zeit kann auch nichts dafür, dass wir in unserer unermesslichen Gier eine Krise heraufbeschworen haben, die uns zum Satz "es sind schlechte Zeiten" verleiten lässt. Wir haben die Angewohnheit für unser Verhalten nicht selbst gerade zu stehen, sondern immer etwas anderes voranzustellen. Am Gotthard hat es soundsoviele Kilometer Stau. Was ist Stau? Wir sind Stau! Man könnte doch auch sagen, tausende von Deppen sind von den überfüllten Städten im Norden für ein oder zwei Tage (Ostern, Pfingsten), oder für ein bis zwei Wochen (Sommerferien) in die überfüllten Städte im Süden gefahren. Aber eben, das will niemand hören. Wer bezeichnet sich schon gerne als Depp? Man sagt lieber Stau, das ist unpersönlicher und tönt irgendwie nach unverschuldeter Naturkatastrophe in die man mit seinem Auto geraten ist. Aber ich sags ja, die Welt ist schlecht und man kann nur auf bessere Zeiten hoffen. Die unbelehrbaren Zeitgenossen hoffen derweil auf eine zweite Gotthardröhre!
Dienstag, 10. August 2010 - 21:08 Uhr
Hintergedanken
es ist ja eigentlich an und für sich überhaupt nicht logisch. Obwohl mir schon erklärt wurde, warum das so ist. Aber ich bin immer noch sehr skeptisch und überhaupt nicht überzeugt. Warum sind Velosättel dermassen unbequem und haben praktisch keine Polsterung?
Intermezzoanfang: es gibt bequeme und gepolsterte Velosättel ich weiss das aus eigener Erfahrung. Intermezzoende
es wird gesagt, so ein richtiger Profisattel dürfe deshalb nicht gepolstert sein, weil man sonst das Bike nicht gut führen könne. Eigentlich war ich der Meinung, zum Führen sei die Lenkstange zuständig, aber egal. Gut man führt das Rad also mit dem Sattel, oder besser gesagt mit dem Hinterteil umgangssprachlich auch als Füdli bekannt. Wenn jetzt also der Sattel eine dicke weiche Schicht hätte, dann sei diese zu wabbelig und zu nachgiebig um damit so richtig in die Ecken zu wetzen. Man nimmt ja schliesslich auch einen harten Hammer statt ein weiches Paket Papiertaschentücher um einen Nagel einzuschlagen. Blöd ist jetzt aber die Tatsache, dass die Polsterung nicht einfach verschwunden ist, sondern einfach in der Radlerhose wieder auftaucht! Aha in der Hose also. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass das besser sein soll als auf dem Sattel. Die Verrutschgefahr ist doch mit dieser Lösung viel eher gegeben. Ich kann doch die Hose nicht so stramm über das Füdli ziehen, wie ein Bezug mit Polsterung über den Sattel. Und kommt ihnen dann mal so ein Biker zu Fuss entgegen das sieht ja aus...danke, dass sie mir zustimmen!
Dienstag, 3. August 2010 - 21:10 Uhr
Schwarzer Darwin
irgendwas muss unser allseits bekannter Evolutionsforscher übersehen haben. Bezieht sich seine Theorie eigentlich nur auf das äusserliche körperliche Erscheinungsbild, oder ist auch der Geist, der Instinkt oder die Gedanken einer gewissen Veränderung unterworfen? Sie wissen ja, vereinfacht ausgedrückt ist sagt uns die Evolutionstheorie: Fisch - Amphibie - Echse - Säugetier. Wie ist es denn jetzt mit den Gedanken, oder beim Tier mit dem Instinkt oder mit den angeborenen Verhaltensweisen? Was man nicht braucht, verschwindet und neue Erkenntnisse werden weitergegeben. Also beim Beispiel Amphibie, die nicht mehr benötigten Kiemen verschwinden. Warum ist dann aber das Hausrind, das schon seit tausenden von Jahren domestiziert ist, immer noch ein Wiederkäuer? Wie zu seinen evolutionären Anfängen rennt es auf die Wiese, schlingt in Rekordzeit Unmengen von Grünzeug in sich hinein, trottet zurück in den Stall legt sich gemütlich hin und beginnt mit dem sorgfältigen Zerkleinern der hastigen Wiesenmahlzeit. Fastfood ist also eine uralte Erfindung. Noch erstaunlicher ist der Mensch. Sein männlicher Vertreter verhält sich immer noch so wie wenn wir an den Anfängen unserer Geschichte wären. Da wird das Revier (Wohnung ) gegen Geschlechtsgenossen verteidigt entweder mit Imponiergehabe (Aufplustern, Kleidung) oder mit Zurschaustellung von Trophäen (FullHD Flatscreen, Home Cinema, Supercompi, oder der Vitrine mit den Modellferraris). Bei ignorieren derselben, wird der männliche Revierbetreter mit betonter Unfreundlichkeit abgespeist. Die weibliche Variante des Menschen hat aber auch keine Fortschritte gemacht. Das beste Beispiel dafür ist eine einfache Frage an eine Frau so zwischen 15 bis 25: wer ist Frau Schwarzer? Sie werden diesen fragenden leicht belustigten Blick ihrer Lebtag nicht mehr vergessen! Die Ikone der Emanzipation kennt heute keine Frau die jünger ist als 25. Frau steht zwar nicht mehr in der Küche um dem Mann zu gefallen, die Zeiten haben sich in dieser Beziehung tatsächlich geändert. Aber das Prinzip ist geblieben. Der Mann ist und bleibt der Macho der mit seinen Statussymbolen den Frauen gefallen will. Und sie ist und bleibt das schöne Geschlecht, das mit allen Mitteln der äusseren Attraktivität versucht dem Macho zu gefallen. Nein? Schauen sie sich mal ein wenig um, sie werden mir zustimmen. Evolution? Vergiss es!!! Gut Darwin kann an seiner Theorie nichts mehr ändern, er weilt nicht menr unter den Lebenden. Aber Frau Schwarzer müsste vielleicht nochmal über die Bücher, denn schliesslich ist sie ja noch unter uns. Aber vielleicht hat sie in der Zwischnzeit auch Folgendes eingesehen: Evolution? Vergiss es!!!
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